"Carbon meets Oak": wenn moderne Regattasegler auf traditionelle Seemannschaft treffen

von admin


Wer die Carmelan kennt, weiß: Für uns geht es nicht nur ums Segeln. Es geht darum, traditionelle Seemannschaft lebendig zu halten und Menschen für das maritime Kulturerbe der Ostsee zu begeistern. Genau dieser Gedanke stand im Mittelpunkt unserer Aktion „Carbon meets Oak“ in Aarhus. Auf unserer Überführungsfahrt zur Limfjorden Rundt 2026, einer der größten Regatten traditioneller Holzschiffe in Dänemark, machten wir einen mehrtägigen Stopp in Aarhus. Die traditionsreiche Regatta führt jedes Jahr zahlreiche historische Schiffe durch den Limfjord und verbindet maritimes Kulturgut mit gelebter Seemannschaft. Zur gleichen Zeit befand sich auch die Flotte des blueribboncup in Aarhus. Die vom Kieler Yacht-Club organisierte Offshore-Regatta verbindet die beiden Segelmetropolen Kiel und Aarhus und führt moderne Regattayachten in zwei Etappen über die Ostsee: nonstop von Kiel nach Aarhus und nach einem Ruhetag wieder zurück nach Kiel. Was lag also näher, als die Brücke zwischen diesen beiden Welten zu schlagen?

Unter dem Motto „Carbon meets Oak“ öffneten wir die Carmelan für die Teilnehmer des blueribboncup und boten an ihrem Ruhetag zwei Segeltörns an. Insgesamt nutzten zahlreiche der rund 280 Regattasegler die Gelegenheit, an Bord unseres historischen Haikutters zu kommen und selbst Hand anzulegen. Schon kurz nach dem Ablegen wurde deutlich, wie unterschiedlich die Welten von Carbon-Rennyacht und traditionellem Holzschiff sind. Wo moderne Regattayachten häufig mit kleiner Crew, leichtem Material und hochentwickelter Technik unterwegs sind, verlangt das Segeln eines 75 Tonnen schweren Eichenkutters Teamarbeit, Kraft und ein gutes Gespür für Schiff und Wind. An Bord wurde gemeinsam geschwitzt, gezogen, gefiert und gesetzt. Die Gäste konnten erleben, was es bedeutet, ein historisches Schiff unter Segeln zu manövrieren. Besonders beeindruckt zeigten sich viele Teilnehmenden davon, wie viel körperlicher Einsatz notwendig ist, um die großen Segel zu bedienen und die Kräfte eines solchen Schiffes zu beherrschen. Umso größer war anschließend das Erstaunen, als die Carmelan erst einmal unter Segeln Fahrt aufgenommen hatte. Viele Gäste berichteten, dass sie nicht erwartet hätten, wie lebendig, agil und leichtfüßig sich ein historischer Haikutter auf dem Wasser bewegen kann. Die guten Segeleigenschaften unseres Schiffes sorgten für so manche Überraschung und führten zu spannenden Gesprächen über Schiffbau, Seemannschaft und die Entwicklung des Segelsports. Für uns als Crew war genau dieser Austausch der größte Gewinn. „Carbon meets Oak“ hat gezeigt, dass moderne Regattasegler und traditionelle Segelschiffe weit mehr verbindet, als man auf den ersten Blick vermuten würde: die Leidenschaft für Wind und Meer, der Respekt vor guter Seemannschaft und die Freude daran, gemeinsam außergewöhnliche Momente auf dem Wasser zu erleben.

Die durchweg positiven Rückmeldungen unserer Gäste bestätigen uns in unserem Auftrag als Botschafterin für traditionelle Seemannschaft. Carbon und Eiche mögen aus unterschiedlichen Zeiten stammen. Auf dem Wasser sprechen sie jedoch dieselbe Sprache.

 

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